Bringtreue- und Langschleppenprüfung 2018

Ein persönlicher Bericht unseres LG-Mitglieds Jens Lauck.

Es war etwa 08:50 Uhr, als ich an diesem bewölkten Morgen das Suchenlokal, das Vereinsheim des SV Ortsgruppe Bildstock, betrat, mit frohem Mut und einem Kuchen in der Hand. Eine Ahnung, welchem für die LG „historischen Moment“ ich beiwohnen durfte, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nach einer kurzen Begrüßung der bisher Anwesenden meldete ich meinen Hund zur „Langschleppe 600m“ bei der Prüfungsleiterin Brigitte Colling an. Die Stimmung im Lokal war fröhlich und man fand überall Anschluss in Gesprächen, welche sich von der Hundeausbildung über die Jagd bis hin zu aktuellen Tagesthemen erstreckten. Auch wurde viel über die anstehende Langschleppenprüfung gesprochen. Diese wurde zum ersten Mal von der Landesgruppe angeboten und die Resonanz der Nennungen von 9 Hunden (3 Hunde für die 600m und 6 Hunde für die 800m) überraschte alle Beteiligten.

Aus diesem Grunde waren diesmal eine noch intensivere Vorarbeit und viele Kilometer zu Fuß vonnöten. Hier möchte ich mich besonders bei dem Revierpächter des Reviers „Langenkopf“, unserem LG-Mitglied Werner Thom, für sein Engagement und seine Ausdauer bedanken, sowie bei unserer Landesgruppenvorsitzenden, welche diese Prüfung erst möglich machten.

Pünktlich um 09:00 Uhr begrüßte die Prüfungsleiterin, Brigitte Colling, die Anwesenden und besprach das Programm des Tages. Im Anschluss wurden zunächst die Plätze der Füchse (es gab 4 Nennungen für die Bringtreueprüfung) und danach die Schleppennummern für die Langschleppen ausgelost.

In meiner Funktion als Richter begab ich mich im Anschluss daran mit Werner Thom zum Auslegen der Füchse. Da diese nun gemäß Prüfungsordnung mindestens 2 Stunden liegen mussten, entschloss die Prüfungsleitung - in Absprache mit den Beteiligten - die Wartezeit schon für die ein oder andere Langschleppe zu nutzen. Begonnen hatten wir mit der 600m-Schleppe und unter anderem mit meinem Hund „Dax“. Ich hatte die Losnummer 1 gezogen.

Nach einem "kleinen Umweg" auf dem Rückweg saß Dax nach etwas mehr als zwölf Minuten wieder vor mir und brachte mein Kaninchen zurück. Ähnlich souverän, aber ohne Umwege, arbeiteten die folgenden Hunde die Langschleppe über 600m ab. Somit waren bisher alle Gespanne der Aufgabenstellung gewachsen und erfolgreich. Die drei Langschleppen über 600m hatten uns doch etwas mehr Zeit gekostet wie geplant und es war Zeit, sich der Bringtreue zu widmen.

Mit meiner Richterkollegin Rena Stalter begab ich mich zu den Lagerstätten der Füchse, um die Hunde aus sicherer Entfernung beobachten zu können. Die Arbeiten der Gespanne entsprachen alle den Anforderungen und somit hatten auch hier alle vier die Bringtreueprüfung bestanden. Blieben uns nur noch die sechs 800m-Schleppen. Auf Grund der Erfahrung aus den 600m-Schleppen teilten wir die Gruppen und fingen an, die Schleppen parallel abzuarbeiten (es war ausreichend Platz zwischen den einzelnen Schleppen und kein Hund konnte auf eine andere Schleppe kommen).

Dieses Vorgehen erwies sich als sehr effektiv. So bildete auch der einsetzende leichte Regen keine Gefahr für den Verlauf der Prüfung.

Auch bei den 800m-Schleppen konnten alle Gespanne die gestellten Anforderungen voll erfüllen und somit die Prüfung bestehen.

So ein Ergebnis hatten wir noch nie in unserer Landesgruppe: Einen Prüfungstag mit einer hundertprozentigen Erfolgsquote, insbesondere bei der unwägbaren Bringtreueprüfung! Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung nach unserer Rückkehr in das Suchenlokal. Dort wartete Werner Thom mit Getränken und einem reichlichen und delikaten Essen auf.

Leider musste ich die Runde frühzeitig verlassen, da mein Umbau zu Hause auch noch meine Aufmerksamkeit an diesem Tage verlangte. Aber auch diese Arbeit konnte ich noch erfolgreich abschließen.

An dieser Stelle wünsche ich allen Prüfungsteilnehmern ein kräftiges Waidmannsheil, arbeitet weiter mit euren Hunden und ihr werdet weiterhin viel Erfolg im Gespann miteinander haben.

Bedanken möchte ich mich bei meinen Mitrichtern Rena Stalter und Theo Kreutzer, bei unserer Landesgruppenvorsitzenden und Prüfungsleiterin Brigitte Colling und ganz besonders bei Werner Thom für die Bereitstellung des Reviers und sein unermüdliches Engagement.

Bis zur nächsten Prüfung

Ho Rüd’ ho und Waidmannsheil

Jens Lauck