Im "Saugatter"

Bericht über den Besuch einiger Mitglieder der Landesgruppe im Schwarzwildgewöhnungsgatter Hermannsfeld am 12. - 14. Juli 2013

 

Wir alle wissen, dass die Schwarzwildjagd besondere Anforderungen an die beteiligten Hunde stellt. Das individuelle Verhalten der einzelnen Hunde lässt sich – ohne die Gefährdung des Hundes (und des Wildschweins) - besonders gut bei dem Aufeinandertreffen der jagdlichen  "Kontrahenten" in einem „Schwarzwildgewöhnungsgatter“ herausfinden, wobei es zur Herbeiführung einer kontrollierten Begegnung zwischen Jagdhund und Schwarzwild unter direkter Einflussnahme des Hundeführers kommt. Hierbei wird der Hund mit schwarzwildspezifischem Verhalten konfrontiert, insbes. dessen Wehrhaftigkeit. Gleichzeitig erfährt der Hundeführer etwas über das Verhalten seines Hundes und kann steuernden Einfluss darauf nehmen. Ziel der Ausbildung ist die Verhaltenskorrektur von Jagdhunden und die Erkenntnis über ihre individuelle Eignung für die Schwarzwildjagd.

Anlässlich einer solchen Ausbildungsveranstaltung, die im Schwarzwildgewöhnungsgatter nahe des thüringischen Hermannsfeld stattfand und durch Herrn Werner Thom initiiert und organisiert wurde, haben dieses Mal, bei herrlichem Sommerwetter - neben anderen Hundefreunden - auch einige Mitglieder der Landesgruppe mit ihren Hunden teilgenommen. Hermannsfeld liegt im malerischen Thüringen und wird landschaftlich durch die Ausläufer der Rhön geprägt.

Das Schwarzwildgewöhnungsgatter selbst  liegt nahe der Ortschaft Hermannsfeld auf einem Höhenrücken in einem kleinen von weiten Feldern umgebenen Waldgebiet. Nicht weit davon befindet sich das im Jahre 1790 im  klassizistischen Stil erbauten Jagdschlosses Fasanerie allseits umgeben von der reizvollen Landschaft des „Bioshärenreservats Rhön“.

Die Unterbringung vor Ort mit zwei Übernachtungen erfolgte in dem hundefreundlichen Hotel Fasold im benachbarten Sülzfeld bei gutem Standard und guter, preiswerter Verpflegung.

Nach der ersten Übernachtung, gut ausgeruht und gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück konnte dann am Samstag die oftmals erstmalige Begegnung unserer Grauen mit dem wehrhaften Schwarzwild in Angriff genommen werden.

Die beiden Gattermeister, welche uns vor Ort betreut haben, verstanden ihr Handwerk und hatten großes Geschick, die Hunde mit positiver Prägung an das Schwarzwild heranzuführen, so dass jeder Graue und jeder Führer mit einem positiven Gesamteindruck und einem Lächeln das Gatter wieder verlassen konnte.

Im Großen und Ganzen eine sehr gelungene Veranstaltung und eine hervorragende Möglichkeit das Verhalten des Hundes am Schwarzwild unter kontrollierten Bedingungen zu beobachten und konditionieren zu können.

Wir werden diese Reise wohl nicht das letzte Mal angetreten haben.

Ho Rüd’ Ho und Waidmannsheil

Jens Lauck

 

 

Information der Landesgruppe:

 

Nach Aussage von H. Thom plant er weitere Fahrten zum Schwarzwildgatter Hermannsfeld.

Über mögliche Termine werden  wir Sie selbstverständlich hier informieren.

Interessierte Landesgruppenmitglieder, die an einer solchen Exkursion teilnehmen möchten, sind hierzu gerne willkommen. Bitte wenden sie sich bei Interesse und/oder Informationsbedarf an Herrn Werner Thom (0170-1159073) oder die Landesgruppenvorsitzende Brigitte Colling (06841-63737 oder 0160-95792367).