Ein Tag im "Mayener Hinterwald"

Im Jahr 2008 bekam ich meinen ersten Rüden aus dem Zwinger vom Mayener-Hinterwald.  Quingun vom Mayener-Hinterwald (ZB-Nr.:  166/08, DGStB-Nr.:  62212) ist der Bruder von Quelle, der Mutter des W-Wurfs. Quingun kam als zweiter Rüde zu meinem damals 2 jährigen Weimaraner Rüden Benny. Durch die stets wachsende Freude am Jagdgebrauchshundewesen und an der Arbeit mit Vorstehhunden schlug ich, als logische Konsequenz, den Weg zum Verbandsrichter ein. Als sich mir 2014 die Gelegenheit bot übernahm ich einen weiteren Rüden aus dem V-Wurf, Vantus vom Mayener-Hinterwald. Alle 3 Rüden sind im regelmäßigen Jagdeinsatz in meinem Niederwildrevier. Da bei den  Gökes , das wusste ich ja schon, die Jagdhundezucht nicht mit Abgabe der Welpen endet, bekam ich Anfang des Jahres die Einladung zu einem VJP-Vorbereitungstag für Sonntag, den 22.02.2015.

Besonders interessant war, dass beide Würfe aus dem letzten Jahr anwesend waren:
V-Wurf aus Tanne vom Mayener-Hinterwald nach Elvis von der Hahnweide, WT 25.02.2014, 7 Welpen
W-Wurf aus Quelle vom Mayener-Hinterwald nach Unkas vom Welfenland, WT 01.04.2014, 11 Welpen

 

Der Tag begann bei herrlichem Wetter mit einem gemeinsamen Frühstück für die 9 erschienen Junghundebesitzer der beiden Würfe in der Reitanlage Wiesenbachhof in Nachtsheim. Nach dem gemeinsamen Frühstück stellte Herr Göke die VJP in der Theorie vor, unterstützt wurde er hierbei von unserer Landesgruppenvorsitzenden Brigitte Colling. Alle Prüfungsfächer wurden im Detail genauestens besprochen. Es wurden hilfreiche Tipps für die Führer gegeben und erläutert worauf es bei den Prüfungsfächern ankommt und die Richter bei der Prüfung Ihr Augenmerk legen.
Herr Göke ging in dieser sehr kompetenten, kurzweiligen und anschaulichen theoretischen Abhandlung der VZPO immer auf die zahlreichen Fragen der Hundeführer ein und konnte dort stets mit fach- und sachkundigem Rat weiterhelfen, alle Fragen beantworten und Tipps zur praktischen Umsetzung ergänzten die perfekte Theorie.
Nachdem im theoretischen Bereich nun keine Fragen mehr offen waren ging es mit den Hunden zur praktischen Umsetzung ins Revier. Hier konnten alle Teilnehmer ihre frisch erworbenen theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen. Auch teilgenommen hatte der Deckrüdenbesitzer des W-Wurfes, Heino Schwinn. Er führte mit seinem Rüden Unkas vom Welfenland eine flotte und raumgreifende Quersuche vor und Peter Göke  kommentierte  bevor sich dann auch die Junghunde  versuchen konnten.  Auch hier stand Herr Göke mit Rat und Tat zur Seite, beschrieb die Suchengänge und gab Verbesserungstipps. Nach den Suchengängen wurde mit den jungen Hunden unter Anleitung von Peter Göke mit dem Dummy Louncher geschossen, alle Hunde zeigten hier Freude am wegfliegenden Dummy und dem damit verbunden Knall. Seine Tochter Frede Göke stellte im Anschluss mit Ihrem Rüden(Thor) genannt Lu vom Mayener-Hinterwald die Arbeit an der Reizangel vor. Hier zeigte sie Vorstehen und das Down unter Reizlage. Auch hier hatten alle jungen Hunde die Gelegenheit zu arbeiten und Frede hatte absolut ein Händchen, den Hetzgegenstand in der richtigen Sekunde zum Stillstand zu bringen, so dass wir schöne Vorstehbilder sehen konnten. In der Zwischenzeit hatte Peter Göke diverse Utensilien zum Apport vorbereitet (Apportierhölzer, Dummys, Fuchsdummy, Marderdummy) und stellte die Vorgehensweise zur Einarbeitung der Hunde mit einem im Apport durchgearbeiteten Rüden des V-Wurfs, Vantus vom Mayener-Hinterwald hinsichtlich der HZP vor. Ferner gab er eine Anleitung zur Einarbeitung des Down mit Lu vom Mayener-Hinterwald.
Nach 3 Stunden praktischer Arbeit mit den Hunden im Revier ging es zurück in die Gaststätte der Reitanlage zum gemeinsamen Mittagessen. Im Anschluss an die willkommene Stärkung gab es einen Ausblick auf die HZP von Peter Göke, es wurde auch noch einmal der Apport im Detail erklärt und praktisch die Einarbeitung mit einer Hündin aus dem V-Wurf, Viola vom Mayener-Hinterwald der Familie Schubert gezeigt. Am späten Nachmittag endete hier die offizielle Veranstaltung und im Anschluss konnten die Hundeführer bei Kaffee und Kuchen in lockerer Runde noch weiter Fachsimpeln und ihre Erfahrungen mit ihren neuen Familienmitgliedern austauschen. Es war ein rundum gelungener, sehr kurzweiliger Tag mit vielen Tipps und Informationen. Ein Lob und Dank hier an die Züchterfamilie Göke, die die Welpen-Käufer auch nach dem Kauf nachhaltig betreut und jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ein weiteres Zeichen für die hohe Qualität der Würfe und der Veranstaltung spiegeln die ersten VJP Ergebnisse wieder:
Wanja vom Mayener-Hinterwald, geführt von Holger Schulte 73 Punkte, sil
Vero vom Mayener-Hinterwald, geführt von Martin Lauer 72 Punkte, spl
Vantus vom Mayener-Hinterwald, geführt von Karl-Heinz Rochulus 72 Punkte
Varus vom Mayener-Hinterwald, geführt von Jürgen Mantei  69 Punkte
Wolke vom Mayener-Hinterwald (Hündin war mitten in der Hitze am Prüfungstag), geführt von Alice Dommerque-Cramer 63 Punkte

Ho Rüd´Ho und Weidmannsheil
Karl-Heinz Rochulus
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