Verbandsschweißprüfung (VSwP) und Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) 20 Stunden im Revier Johanniskreuz bei Trippstadt/Pfalz 

Gemeldet und erschienen waren 3 Gespanne (VFSP):

- Dax von der Unstrut, Weim. ZB-Nr. 179/11,  Führer: Jens Lauck im II. Preis

- Elvis von der Hahnweide, Weim. ZB-Nr. 146/11, Führer: Manuel Ries im II. Preis

- Eddi von der Unstrut, Weim. ZB-Nr. 334/11, Führer: Werner Breug im III. Preis

sowie 1 Gespann (VSwP)

- Roc von der Schelmelach, Weim. ZB-Nr. 211/12, Führer: Max Stricker im I. Preis

  

Einige Bilder finden Sie in unserem Onlinealbum.

 

Das Quartett war perfekt!

Am 26.10.2014 um 0900 Uhr traf sich bei herrlichem Suchenwetter die Korona bei der Familie Käfer/Stricker in Trippstadt/Pfalz. Dort wurden sie, wie in den Vorjahren auch, wieder herzlich mit Kuchen und allerlei Heißgetränken empfangen.

Als Richter hatten sich diesmal die Herren Stefan Bost, Helmut Eisenberger und Peter Löw zur Verfügung gestellt. Herrn Bost war hierbei sowohl mit dem Amt des Prüfungsleiters wie auch des Amtes des Richterobmannes betraut. Zusätzlich waren noch die Herren Markus Jung und Mario Wamsbach als Richteranwärter zugegen.Nach Erledigung der üblichen Formalitäten ging es nach einer offenen Richtersitzung zum Auslosen der Fährten. Dabei zog ich die Fährte Nummer 1 und ich merkte, wie die Nervosität langsam von mir Besitz ergriff. Diese sollte sich auch noch hartnäckig bis ans Ende der Fährte halten. Im Anschluss ging es dann in das Revier Johanniskreuz im tiefsten Pfälzer Wald, welches mit charakteristisch anspruchsvollem Gelände auf uns wartete.

Doch noch hatten Dax und ich etwas Zeit, da zuerst das 1. Gespann auf der Schweißfährte seine Arbeit zeigen durfte. Als Führer in einer Prüfung kommen einem dabei die verstreichenden Minuten der Wartezeit wie Stunden vor. Allerdings „versüßte“ mir diese Zeit die angenehme Gesellschaft der Korona, welche allesamt auch auf das erlösende Jagdsignal „Sau tot“ warteten. Nachdem dies auf der Schweißfährte durch den Pfälzer Wald hallte, wurde es für mich und Dax ernst.

Zunächst hieß es aufsitzen und ich folgte der Richterschaft bis kurz vor den Schützenbruch. Dort angekommen wurde ich in die Lokalität und die Geschehnisse der letzten Stunden eingewiesen. Daraufhin machte ich Dax fertig und folgte den Richtern Richtung Anschuss. Dort angekommen untersuchte ich gemeinsam mit Dax den Anschuss und setzte ihn auf der Fährte an. Zunächst etwas hastig nahm er sie an und folgte ihrem Verlauf bis zum ersten Haken. Von dort aus ging es steil bergauf. Auch hier folgte Dax der Fährte, jetzt allerdings in etwas gemäßigterem Tempo. Am Gipfel angekommen legte ich Dax erst einmal ab. Der Aufstieg war beschwerlich und Dax hatte sich eine kleine Pause nach der bisherigen guten Leistung verdient. Nach einigen Minuten setzte ich Dax dann wieder auf der Fährte an. Der weitere Verlauf führte uns zweimal über einen vielbegangenen Weg, doch Dax folgte nach wie vor der Fährte. Im letzten Drittel wurde er allerdings etwas nervös und unsicher, woran auch ich als Führer meinen Teil beigetragen habe. Ich tätigte noch einmal einen Rückgriff und legte Dax am letzten verwiesenen Tropfbett noch einmal zur Fähre. Doch die Nervosität von uns beiden ist dadurch nur angestiegen. Ich setzte Dax dennoch wieder an und folgte ihm. Leider konnte ich sein Verhalten in dieser Situation nicht richtig deuten und folgte ihm auf der falschen Fährte und wir bekamen somit unseren ersten Abruf. Nach einer erneuten Pause zum Ausruhen und Schöpfen setzte ich Dax erneut auf der Fährte an und er führte mich von da an sicher zum Stück. Dort angekommen fiel erst einmal die ganze Anspannung von mir und meinem Hund ab. Wir waren beide sehr froh unter den Hornklängen des Prüfers und „Hornmeisters“ Helmut Eisenberger erfolgreich das Ziel erreicht zu haben.

Alles in allem eine sehr gelungene und anspruchsvolle Prüfung. Die fachkundigen Richter haben sich mit den Fährten, die allesamt abwechslungsreich und einer VSwP/VFSP mehr als würdig waren, viel Mühe und Arbeit gemacht.

Im Anschluss an die Prüfungen wurden im Suchenlokal vom Richterobmann, Herrn Stefan Bost, die einzelnen Fährten und deren Ausarbeitung noch einmal ausführlich besprochen und im Anschluss daran die Preise an die Führer ausgegeben.

Alle hatten die Prüfung bestanden!

Abschließend ließ die Korona bei adäquater Stärkung für Leib und Seele das Erlebte noch einmal Revue passieren und einen rundum gelungenen Tag ausklingen.

Allen Führern an der Stelle ein kräftiges Waidmannsheil zur bestandenen VSwP/VFSP und für ihren weiteren Weg, auf dem man sich mit Sicherheit noch öfters begegnen wird.

Zum Schluss aber nicht als Letztes möchte ich mich bei allen Führern, allen Richtern, allen Richteranwärtern den Revierführern und den Revierinhabern bedanken. Diese haben mit ihrer Tätigkeit, ihrem fairen und konstruktiven Richten, ihrem ehrenamtlichen Einsatz und ihrem Engagement einen großen Anteil an der Erhaltung des Jagdgebrauchshundewesens in unserem Land. Danken möchte ich auch dem Team Rüdemeister für die Unterstützung bei der Vorbereitung und die Bereitstellung von erstklassigem Equipment.

Etwas ungewöhnlich, mir aber ein großes Anliegen ist es, meine Prüfung zwei - zur Zeit leider unerreichbaren - Personen zu widmen, die mich sehr stark geprägt haben und mich auf all meinen Wegen begleiten.

Ho Rüd‘ Ho und Waidmannsheil

Jens Lauck